Rauchen, Drogen und Alkohol
Manche Faktoren, welche die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, sind
aufgrund der abhängig machenden Natur der Substanzen nicht so
einfach unter Kontrolle zu bringen. So einfache Maßnahmen wie ein
Einschränken des Nikotin- und Alkoholkonsums können jedoch die
Wahrscheinlichkeit, auf natürliche Weise ein Baby zu bekommen, für
ein Paar erhöhen. Da nur Sie selbst Einfluss auf diese Faktoren
nehmen können, sollte Ihr großer Kinderwunsch eine gute Motivation
sein, um diesen Konsum, wenn nicht einzustellen, dann doch
wenigstens einzuschränken.
Rauchen
Rauchen kann die Fortpflanzungsfähigkeit von Frauen und Männern
beeinträchtigen. Bei Frauen kann Rauchen zu Extrauteringravidität
(eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutterhöhle), Problemen im
Bereich von Gebärmutterhals und Eileiter sowie zu
Menstruationsstörungen führen. Eine Verbindung zwischen dem Rauchen
seitens der Frau und einem schlechten Ergebnis bei der assistierten
Reproduktion ist nachgewiesen worden: die Eierstöcke sprechen in
vielen Fällen weniger auf die Medikamente an, und es besteht eine
niedrigere Quote von Schwangerschaften. Vom Rauchen während der
Schwangerschaft ist noch besser bekannt, dass es der Gesundheit des
Babys schaden kann. Kinder von rauchenden Müttern haben im
Allgemeinen ein niedrigeres Geburtsgewicht und einen schlechteren
Allgemeinzustand. Bei Männern kann Rauchen einen abnormen Befund
bei der Samenanalyse zur Folge haben. Paare, die versuchen, ein
Baby zu bekommen, insbesondere Paare mit ungeklärter
Unfruchtbarkeit und Männer mit grenzwertigen Befunden bei der
Samenanalyse, sollten ernsthaft in Erwägung ziehen, das Rauchen
aufzugeben. Dies ist für beide Partner auch im Hinblick auf die
‚Passivraucher’ - Exposition während der Schwangerschaft oder auch
nach der Geburt des Babys wichtig - Studien belegen, dass Kinder,
die Zigarettenrauch ausgesetzt sind, vermehrt Gesundheitsprobleme
aufweisen.
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Drogen & Alkohol
Übermäßiger Konsum von Alkohol, Marihuana oder anderen illegalen
Drogen kann die Spermienbildung hinsichtlich der Qualität als auch
der Anzahl in manchen Fällen deutlich reduzieren.
Einige Beispiele hierzu:
- Marihuana führt zu einer ganzen Reihe von Problemen bei der
Spermienbildung.
- Anabole Steroide können Unfruchtbarkeit verursachen.
- LSD kann eine Chromosomenschädigung hervorrufen.
- Übermäßiger Alkoholkonsum kann die sexuelle Leistungsfähigkeit
beeinträchtigen.
Insbesondere Alkohol kann eine Abnahme von Testosteron
verursachen – das männliche Hormon, das zur Spermienbildung
beiträgt. Sobald der Drogen- oder Alkoholmissbrauch beendet wird,
kann sich diese Störung innerhalb weniger Monate zurückbilden.
Bei Frauen kann Alkoholkonsum zu Menstruationsstörungen und
anovulatorischer Menstruation (Menstruation, die eintritt, ohne
dass ein Eisprung stattgefunden hat) führen. Alkohol kann auch das
Risiko auf Fehlgeburten erhöhen, sobald eine Frau schwanger wird,
sowie eine Kombination schwerer Geburtsfehler verursachen, das so
genannte fetale Alkoholsyndrom (FAS).
Im Allgemeinen ist es am besten, während den Versuchen,
schwanger zu werden sowie während der Schwangerschaft Alkohol zu
meiden.
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