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ärztlicher Behandlung

Der weibliche Körper

Das Verständnis des Fortpflanzungsvorgangs ermöglicht auch ein Verständnis der zahlreichen Ansatzpunkte, an denen es zu einer Funktionsstörung des Systems und damit zur Unfruchtbarkeit kommen kann.

Das weibliche Fortpflanzungssystem besteht aus drei Hauptkomponenten:

  • Eierstöcke
  • Eileiter
  • Gebärmutter
  • Eierstöcke
  • Eileiter (Tuben)
  • Gebärmutter (Uterus)
  • Gebärmutterhals (Zervix)

Eierstöcke

Die Eierstöcke sind kleine, ovalförmige Organe, die sich direkt unterhalb der Eileiter an beiden Seiten der Gebärmutter befinden. Die Eierstöcke enthalten etwa eine halbe Million unreife Eizellen; der gesamte Bestand an Eizellen einer Frau wird bereits produziert, während sie noch ein Fetus ist. Nur ein kleiner Anteil der Eizellen einer Frau entwickelt sich im Verlauf des Lebens zu reifen Eizellen. Nach der Pubertät beginnen jeden Monat viele Eizellen mit dem Entwicklungsprozess, in der Regel wird jedoch nur eine Eizelle pro Monat aus dem Eierstock freigesetzt. Nachdem die Eizelle aus dem Eierstock freigesetzt wurde, wird sie von den Eileitern aufgenommen.

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Eileiter (Tuben)

Der Eileiter mag zwar auf den ersten Blick als einfaches Organ erscheinen, tatsächlich hat er aber einen ziemlich komplexen Aufbau. Die Befruchtung findet im Eileiter statt. Die Eileiter haben fächerförmige Enden, die so genannten Fransentrichter (Fimbrien), die sich über den Eierstock bewegen und die freigesetzte Eizelle aufnehmen können. Der Eileiter hat an seinem offenen Ende in der Nähe des Eierstocks einen Durchmesser von nahezu 1,75 Zentimeter, verengt sich dann in der Nähe der Gebärmutter auf die Größe einer Bleistiftspitze. Das Ende in unmittelbarer Nähe des Eierstocks zieht sich zusammen, um die Eizelle nach unten zur Stelle der Befruchtung zu transportieren, während sich das Ende in unmittelbarer Nähe der Gebärmutter zusammenzieht, um die Samenzelle nach oben zur Stelle der Befruchtung zu befördern. Die Eileiter ernähren die weibliche Eizelle und die männliche Samenzelle während des gesamten Befruchtungsprozesses. Es kann einige Tage dauern, bis die Eizelle und anschließend der befruchtete Embryo den Weg durch den gesamten Eileiter zurückgelegt haben.

Die Eileiter haben die folgenden Aufgaben:

  • Aufnahme einer neu freigesetzten Eizelle.
  • Nährstoff-Versorgung und Transport der Eizelle.
  • Transport der Samenzelle zur Eizelle.
  • Aufrechterhaltung eines geeigneten Milieus für die Befruchtung.
  • Transport der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter.

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Gebärmutter (Uterus)

Die Gebärmutter ist ein birnenförmiges Hohlorgan, das in der Mitte des Unterbauchs im weiblichen Becken liegt. Nach dem Eisprung entwickelt sich die Gebärmutterschleimhaut und bereitet sich damit auf die Aufnahme einer befruchteten Eizelle aus dem Eileiter vor. Sie schützt, entwickelt und ernährt den Fetus bis zur Geburt. In der Fachsprache wird die Gebärmutter als Uterus bezeichnet. Bleibt eine Schwangerschaft aus, dann wird die Gebärmutterschleimhaut mit Beginn des Menstruationszyklus abgestoßen.

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Gebärmutterhals (Zervix)

Der Gebärmutterhals (Zervix) ist die Verbindung zwischen Scheide und Gebärmutter. Der Gebärmutterhals produziert ein schleimiges Sekret, das im Verlauf des Fortpflanzungszyklus seine Konsistenz verändert. Während der fruchtbaren Periode einer Frau ist der Gebärmutterhalsschleim dünn und wässrig, um die Passage der Samenzellen in die Gebärmutter zu erleichtern. Nach dem Eisprung und/oder während einer Schwangerschaft ist der Gebärmutterhalsschleim dick und dient damit der Gebärmutter als Barriere gegen Fremdkörper und Infektionen.

Das Wahrnehmen einer Zunahme an gesundem vaginalem Sekret in der Mitte des Zyklus kann aus diesem Grund ein Anzeichen für einen kommenden Eisprung sein.

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Normale weibliche Fortpflanzungsphysiologie

Der monatliche Zyklus einer Frau ist ein komplexes Zusammenspiel von verschiedenen Organen und Hormonen.

Mit Beginn des ersten Tages der Menstruation (Tag 1 des Zyklus einer Frau) beginnt der Körper, zunehmende Mengen von follikelstimulierendem Hormon (FSH) zu produzieren und freizusetzen. Dieses Hormon, das von der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) des Gehirns produziert wird, führt dazu, dass die Eibläschen (Follikel) wachsen und das weibliche Hormon Östrogen produzieren. Die Eizelle, die sich im Inneren des Eibläschens entwickelt, beginnt zu dieser Zeit ebenfalls zu reifen. In der Mitte des Zyklus, an Tag 14, setzt die Hirnanhangdrüse plötzlich eine große Menge eines anderen Hormons frei, das so genannte luteinisierende Hormon (LH); dies wird als LH-Gipfel bezeichnet. LH stimuliert die abschließende Reifung der Eizelle und leitet den Eisprung ein – d.h. die Freisetzung der reifen Eizelle aus dem Eibläschen und dem Eierstock. Während der Passage der Eizelle durch den Eileiter produziert der gesprungene Follikel ein anderes weibliches Hormon, das so genannte Progesteron (Gelbkörperhormon). Progesteron fördert die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut für den in Kürze befruchteten Embryo.

Die erste Hälfte des Zyklus (in der die Eibläschen reifen) wird als follikuläre Phase bezeichnet; nach der Ovulation spricht man von der Lutealphase.

Wenn Samenzellen im Eileiter vorhanden sind, kann die Eizelle befruchtet werden, und der entstehende Embryo gelangt durch den Eileiter in die Gebärmutter, wo er sich einnistet und hoffentlich zu einem Baby heranwächst. Auch wenn die Eizelle nicht befruchtet wird, wandert sie zur Gebärmutter, kann sich dort jedoch nicht einnisten und verendet. Ungefähr zwei Wochen nach dem Eisprung sendet die Gebärmutter, wenn keine Schwangerschaft eingetreten ist, ein Signal zum Eierstock, um die Produktion von Progesteron zu vermindern. Hierdurch wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen, was sich in der Menstruation äußert. Der Menstruationszyklus beginnt erneut, und es wächst eine neue Eizelle für den nächsten Monat heran.

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