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ärztlicher Behandlung

Fetale Wachstumsretardierung

Man spricht von fetaler Wachstumsretardierung, wenn das Kind während der Schwangerschaft ein in Hinblick auf die Schwangerschaftsdauer zu niedriges Gewicht aufweist.

Eine Wachstumsretardierung eines Neugeborenen liegt vor, wenn das Geburtsgewicht nicht mit der Dauer der Schwangerschaft übereinstimmt. Das Kind wird dann als dysmatur bezeichnet. Es kann eine leichte bis sehr schwere Form von Wachstumsretardierung vorliegen. Wenn die Wachstumsretardierung bereits in einer frühen Phase der Schwangerschaft aufgetreten ist, ist in vielen Fällen auch das Längenwachstum retardiert. Wachstumsretardierung kann beim Kind zu Komplikationen führen.

Es kommt häufig vor, dass Zwillinge ungefähr ab der 32. Schwangerschaftswoche langsamer wachsen als Einlinge. Die Ursache hierfür ist noch nicht geklärt. Tatsache ist jedoch, dass Zwillinge im Allgemeinen ein niedrigeres Geburtsgewicht als Einlinge haben. Dies hängt teilweise mit der Tatsache zusammen, dass Zwillinge in vielen Fällen auch früher geboren werden. Je früher die Kinder geboren werden, desto weniger wiegen sie in der Regel. Und umso weniger sie wiegen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit auf gesundheitliche Probleme der Kinder. Bei fast der Hälfte der Mehrlingsschwangerschaften tritt dieses Problem auf, wohingegen dies bei etwas mehr als 10% der Einlingsschwangerschaften der Fall ist.

Bei Mehrlingsschwangerschaften besteht im Hinblick auf Einlings- oder Zwillingsschwangerschaften eine höhere Wahrscheinlichkeit eines niedrigen Geburtsgewichtes und eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit von Behinderungen seitens der Kinder. Diese Behinderungen können von neurologischen Erkrankungen bis zu Anomalien reichen, die die Lebensqualität für das Kind und auch für die Eltern in Frage stellen können (die Wahrscheinlichkeit ist zehnmal so hoch).

Was Frauen tun können

Die Frau kann selbst nicht viel mehr tun als die Anweisungen des Gynäkologen genau zu befolgen. Wenn sich herausstellt, dass eines der Kinder oder beide Kinder während der Schwangerschaft zu wenig wachsen, wird der Gynäkologe zunächst Bettruhe verordnen. Wenn keine schnelle Verbesserung auftritt, kann der Gynäkologe beschließen, die betreffende Frau in ein Krankenhaus einzuweisen, um den Zustand der Kinder besser beobachten zu können. Wenn die Untersuchungen ergeben, dass das Wachstum eines der Kinder oder beider Kinder retardiert ist, wird der behandelnde Arzt dies mit Ihnen besprechen. Die zu ergreifenden Maßnahmen hängen größtenteils von der Dauer der Schwangerschaft ab. Bei einer Schwangerschaftsdauer von ungefähr 33-34 Wochen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eine vorzeitige Geburt eingeleitet wird. Wenn die Schwangerschaftsdauer weniger beträgt, sind die Risiken einer Frühgeburt für die Kinder höher, weshalb zwischen beiden Risiken gut abzuwägen ist. Zusammen mit dem Kinderarzt wird überlegt, was die beste Vorgehensweise ist und mit welchen gesundheitlichen Risiken zu rechnen ist. Gegebenenfalls werden auch Maßnahmen ergriffen, um beispielsweise das Längenwachstum des Kindes bzw. der Kinder zu beschleunigen.

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