Altersbedingte Wahrscheinlichkeit einer FehlgeburtEs ist ganz natürlich, dass Paare sich Sorgen über eine mögliche Fehlgeburt machen. Der Gedanke, dass möglicherweise erneute Fruchtbarkeitsbehandlungen durchgeführt werden müssen, und die Frage, ob die Frau im Anschluss daran wieder schwanger werden kann, könnten einem keine Ruhe mehr lassen. Leider steigt das Risiko auf eine Fehlgeburt mit zunehmendem Lebensalter der Frau erheblich an. Fachleute führen dies unter anderem darauf zurück, dass bei älteren Frauen die Wahrscheinlichkeit erhöht ist, einen Fetus mit Chromosomenanomalien zu haben, und es in diesem Fall häufig zu einem Spontanabort kommt. Bei einigen Chromosomenanomalien kann das Kind lebensfähig sein, so dass es wichtig ist, das altersbedingte Risiko einzuschätzen, ein Kind mit Chromosomenanomalie zu bekommen. Ihr Gynäkologe kann Ihnen bei der Einschätzung dieser Risiken behilflich sein. Während allgemeine Statistiken zum Vergleich herangezogen werden können, stellen sie nicht das exakte eigene Risiko eines Paares auf eine Fehlgeburt dar:
Kommt es bei einer Frau zu einer Fehlgeburt, muss möglicherweise eine Kürettage durchgeführt werden, um sicher zu gehen, dass die Fehlgeburt komplett ausgestoßen wurde und sich keine Gewebereste in der Gebärmutter befinden. Das auf diese Art und Weise erhaltene Gewebe, oder das Gewebe, das nach einem Spontanabort gesammelt wurde, kann histologisch untersucht werden, damit die Schwangerschaft dokumentiert ist. Gegebenenfalls ist es ratsam, das Gewebe darüber hinaus einer genetischen Analyse zu unterziehen. Nach einer Fehlgeburt sollte das Paar diese Möglichkeit mit dem Arzt besprechen und entscheiden, ob dies in ihrer spezifischen klinischen Situation anzuraten ist. |
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