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ärztlicher Behandlung

Extrauteringravidität (EUG)

Eine Extrauteringravidität – auch als ektope Schwangerschaft bezeichnet – tritt dann ein, wenn sich die befruchtete Eizelle außerhalb der Gebärmutter weiter entwickelt. In den meisten Fällen befindet sich eine Extrauteringravidität in den Eileitern, in seltenen Fällen kann eine Extrauteringravidität jedoch auch in den Eierstöcken, der Bauchhöhle oder dem Gebärmutterhals auftreten.

Wenn keine Behandlung eingeleitet wird, kann eine Extrauteringravidität sehr gefährlich sein. In manchen Fällen kann eine exspektative Haltung eingenommen werden, wenn Anzeichen dafür vorhanden sind, dass sich das Problem von selbst löst. Die Behandlung besteht jedoch in der Regel aus einem operativen Eingriff. In Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Diagnose im Schwangerschaftsverlauf, dem Zustand der Eileiter und der medizinischen Vorgeschichte, kann der operative Eingriff auch mithilfe einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) durchgeführt werden. Eine Bauchspiegelung wird in vielen Fällen erfolgreich durchgeführt, ohne dass die Eileiter, in denen die Extrauteringravidität lokalisiert ist, entfernt werden müssen. Wenn dies nicht gelingt, muss ein radikalerer Eingriff stattfinden, bei dem die Eileiter zusammen mit der darin befindlichen Extrauteringravidität vollständig entfernt werden müssen. Bei Indikation werden in seltenen Fällen nach der ersten Behandlung bisweilen auch Medikamente (Prostaglandine und/oder Methotrexat) verabreicht, um die Schwangerschaft zu beenden.

Eine Extrauteringravidität ist eine schwere Komplikation, vor allem wenn nicht rechtzeitig gehandelt wird. Wenn die Schwangerschaft bereits so weit entwickelt ist, dass der Eileiter platzt, kann bei der Frau eine schwere innere Blutung auftreten, die zu einer lebensgefährlichen Situation führen kann.

  • Fruchtbarkeitsbehandlung und Extrauteringravidität
  • Symptome einer Extrauteringravidität
  • Erneut schwanger werden

Fruchtbarkeitsbehandlung und Extrauteringravidität

Viele Frauen sind deshalb vermindert fruchtbar, weil sie an einer Erkrankung und/oder einem Verschluss der Eileiter leiden. Im Fall von Eileiterproblemen bei der Frau kann jede Behandlung, die einem Paar dabei helfen soll, ein Kind zu bekommen, einschließlich von früheren Operationen, Adhäsionen (Narbengewebe) oder einer früheren Extrauteringravidität, die Wahrscheinlichkeit einer (erneuten) Extrauteringravidität erhöhen. Wenn die Frau raucht, kann auch dies die Wahrscheinlichkeit einer Extrauteringravidität erhöhen.

In-vitro-Fertilisation (IVF) – Bei diesem Verfahren werden befruchtete Eizellen (Embryonen) in die Gebärmutter transferiert, um eine Schwangerschaft herbeizuführen. Beim IVF-Verfahren werden die Eileiter umgangen. So befremdlich dies auch sein mag, besteht bei IVF dennoch eine leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Extrauteringravidität (5%). Dies ist dadurch zu erklären, dass sich der Embryo nach dem Transfer jedoch vor der Einnistung noch aus der Gebärmutter in Richtung der Eileiter bewegen und sich dann dort weiter entwickeln kann.

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Symptome einer Extrauteringravidität

Bei Auftreten von stechenden Schmerzen in der Bauchgegend in einer frühen Phase der Schwangerschaft muss stets die Möglichkeit einer Extrauteringravidität miteinbezogen werden. Eine Ultraschalluntersuchung sowie Blutuntersuchungen können in diesem Fall besser darüber Aufschluss geben. Wenn sich bei einer früheren Ultraschalluntersuchung jedoch bereits herausgestellt hat, dass sich die Schwangerschaft in der Gebärmutter befindet, haben die Bauchschmerzen höchst wahrscheinlich eine andere Ursache.

  • Stechende krampfartige Schmerzen in der Bauchgegend oder Schmerzen an einer Seite (die als dumpfer Schmerz beginnen können und dann stärker werden).
  • Schmerzen im Bereich von Nacken und Schultern.
  • Schmerzhafte menstruationsartige Blutungen (Schmerzen sind jedoch das hervorstechende Merkmal).

Blutuntersuchungen auf beta-HCG zur Feststellung des Schwangerschaftshormons können falsche Ergebnisse liefern. Die Werte steigen möglicherweise nicht mit der üblichen Geschwindigkeit an oder sind weiterhin erhöht, obwohl in der Gebärmutter keine Schwangerschaft zu erkennen ist.

Bei Auftreten dieser Symptome ist eine Ultraschalluntersuchung erforderlich, um eine Extrauteringravidität auszuschließen oder nachzuweisen.

Kommt es vor einer erfolgreichen Behandlung der Extrauteringravidität zum Platzen des Eileiters oder zu Blutungen, können sich die Symptome wie folgt verstärken:

  • Starke, stechende und plötzlich einsetzende Schmerzen im unteren Bauchbereich.
  • Ohnmachtsgefühle oder ein tatsächlicher Ohnmachtsanfall.
  • Schmerzen im Bereich der Schultern.

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Erneut schwanger werden

In vielen Fällen sind weitere Schwangerschaften möglich, vorausgesetzt, dass weiterhin ein intakter Eileiter vorhanden ist, der entsprechende Eileiter offen bleibt, und/oder IVF angewendet wird, um die Eileiter zu umgehen. Ungefähr 50% der Frauen, die eine Extrauteringravidität hatten, können später eine normale Schwangerschaft austragen. In 10-20% der Fälle kann eine weitere Extrauteringravidität auftreten.

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