Kosten für IVF oder ICSI
Die Kosten einer IVF-Behandlung und einer ICSI-Behandlung setzen
sich aus zwei Komponenten zusammen:
den Behandlungskosten und den Arzneimittelkosten:
Beim IVF-Verfahren werden im Labor die beste(n) Eizelle(n) und
die besten Samenzellen ausgewählt und anschließend zur Befruchtung
zusammengebracht. Beim ICSI-Verfahren sind zusätzliche Arbeitsgänge
im Labor erforderlich, da mithilfe einer speziellen Technik eine
Samenzelle direkt in eine Eizelle eingebracht wird. Im Anschluss
daran wird kontrolliert, ob die Befruchtung erfolgreich war, und
die vorher bestimmte Anzahl an Embryonen (maximal 3) wird in die
Gebärmutter transferiert. Ihr Arzt kann Ihnen nähere Auskunft
darüber geben, wie hoch genau die Kosten sind. Die Laborkosten beim
ICSI-Verfahren sind aufgrund der zusätzlichen Arbeitsvorgänge
höher. Sie sollten sich sowohl von Ihrer Krankenversicherung als
auch von Ihrem behandelnden Arzt hierzu Informationen
einholen.
Bei der IVF-Behandlung und der ICSI-Behandlung können genau wie
bei Ovulationsinduktion (OI) und intrauteriner Insemination (IUI)
verschiedene Medikamente angewendet werden, wie beispielsweise
GnRH-Analoga. Darüber hinaus werden bestimmte Gonadotropine
verordnet, damit die Follikel (und die darin enthaltenen Eizellen)
wachsen und wiederum andere Gonadotropine (hCG = humanes
Choriongonadotropin), damit die Eizellen heranreifen.
Da jeder anders auf Medikamente reagiert, ist es schwierig
vorherzusagen, welche Dosierung Sie benötigen und wie lange Sie
diese Medikamente anwenden müssen. Aus diesem Grund ist es ebenso
wenig möglich, die genauen Kosten der Medikamente für Ihre
individuelle IVF-Behandlung zu ermitteln. Im Durchschnitt betragen
die Gesamtkosten für Medikamente ungefähr 1.200 Euro pro
Versuch.