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ärztlicher Behandlung

Hodenbiopsie

In den Hoden werden die Spermien (entscheidend für die Zeugungsfähigkeit) sowie die männlichen Hormone produziert. Sämtliche Probleme bei der Produktion von Spermien können die männliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
  • Warum wird die Untersuchung durchgeführt?
  • Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Warum wird die Untersuchung durchgeführt?

Wenn im Ejakulat keine Spermien nachweisbar sind und ein Verschluss der Samenwege sowie eine retrograde Ejakulation ausgeschlossen wurden, dann lässt sich anhand einer Hodenbiopsie feststellen, ob trotzdem Spermien produziert werden.

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Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Bei einem kurzen operativen Eingriff unter Lokalanästhesie wird ein kleines Stück des Hodens operativ entfernt und unter einem Mikroskop auf das Vorhandensein von Samenzellen untersucht. Das gesamte Verfahren dauert in der Regel 15 bis 20 Minuten und kann in manchen Fällen in der Praxis des Arztes erfolgen. Mit Ausnahme eines kurzen Stichs bei der Injektion des Lokalanästhetikums sollte die Untersuchung schmerzlos sein. Bei einer Punktion wird mithilfe einer Nadel etwas Gewebe aufgesogen und unter dem Mikroskop beurteilt. Eine Punktion kann ebenfalls in den Nebenhoden stattfinden, wie dies beispielsweise bei MESA der Fall ist.

Nach der Untersuchung können Scrotum (Hodensack) und Hoden drei bis vier Tage lang schmerzen, ebenso kann ein Bluterguss auftreten. Sexuelle Aktivität sollte für ein bis zwei Wochen nach der Biopsie vermieden werden.

In manchen Fällen können Samenzellen, die bei der Biopsie isoliert wurden, für die spätere Verwendung bei Fruchtbarkeitsbehandlungen, wie beispielsweise In-vitro-Fertilisation (IVF) mit intrazytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI), kryokonserviert werden. Zurzeit werden Samenzellen im Fall von Verschlüssen immer häufiger mithilfe einer Punktion aus den Nebenhoden (MESA) gewonnen. Diese Samenzellen werden dann für die Verwendung in einer ICSI-Behandlung aufbereitet.

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