Obstruktion (Eileiterverschluss)Der Transport einer Eizelle zu den und in den Eileitern kann durch Verklebungen im Bereich des Eileiters und/oder der Eierstöcke behindert sein. Der Transport von Eizellen und Samenzellen ist nicht mehr möglich, wenn die Eileiter verschlossen sind. Mindestens ein gut funktionierender Eileiter ist eine wesentliche Voraussetzung für das Zustandekommen einer möglichen Schwangerschaft. Ungefähr 15 % der Fruchtbarkeitsstörungen bei der Frau werden Eileiterproblemen zugeschrieben. Eine aufsteigende Infektion aus der Vagina, über die Gebärmutter zu den Eileitern und der Bauchhöhle ist die häufigste Ursache von Eileiteranomalien und Vernarbungen im kleinen Becken. Im Gegensatz zum Schaden nach Infektionen bleibt im Fall von Verklebungen die Funktion der Flimmerhärchen und die der Eileiterwände meist unberührt. Funktionsstörungen der Eileiter können sich auf verschiedenste Art und Weise äußern. Wenn der Eileiter am Ende vollständig verschlossen ist, kann sich dieser mit Flüssigkeit füllen. Dies wird Hydrosalpinx genannt. Der Eileiter ist gedehnt und in vielen Fällen sind auch die Schleimhaut und die umgebende Muskelschicht beschädigt. Bisweilen ist nur der Auffangmechanismus durch Verwachsungen gestört, die Eileiter jedoch weiterhin offen. Abhängig von der Lage, dem Schweregrad und der Ursache der Beschädigung kann in manchen Fällen eine Operation (Mikrochirurgie) Abhilfe schaffen. Wenn die Eileiter jedoch verformt sind (dick und starr) und wenn keine Schleimhautfalten mehr vorhanden sind, ist Mikrochirurgie wahrscheinlich sinnlos, sodass man besser direkt auf eine IVF-Behandlung übergeht. SymptomeWenn Antikörper gegen Chlamydien im Blut festgestellt werden, begründet dies einen Verdacht auf Eileiterprobleme. Bei Frauen können Verschlüsse der Eileiter durch eine Hysterosalpingographie oder Laparoskopie mit Eileiteruntersuchung nachgewiesen werden. UrsacheBei Frauen können unter anderem folgende Ursachen vorliegen:
BehandlungBei Frauen mit Verschlüssen in beiden Eileitern kann eine fruchtbarkeitsfördernde Operation mithilfe von Mikrochirurgie in Erwägung gezogen werden. Ob dies technisch durchführbar ist, hängt unter anderem von der Lage der Verschlüsse und dem Zustand der Eileiter ab. Auch auf eine erfolgreiche Operation folgt jedoch nicht immer eine Schwangerschaft. Durch das Aufkommen des IVF-Verfahrens ist die Zahl der Operationen stark zurückgegangen. Wenn nur ein Eileiter verschlossen ist, kann der Arzt ovulationsinduzierende Medikamente verordnen, um pro Zyklus mehrere Eizellen zu produzieren. Wenn keine dieser Behandlungen wirkt, ist In-vitro-Fertilisation (IVF) eine alternative Möglichkeit. Beim IVF-Verfahren spielen die Eileiter und damit der Eileiterverschluss keine Rolle mehr, da die Eizellen aus dem Körper entnommen, außerhalb des Körpers befruchtet und anschließend in die Gebärmutter transferiert werden. Beachtenswert ist, dass eine Behebung der Verschlüsse die Fruchtbarkeitsprobleme nicht immer löst. Viele Frauen, bei denen ein Eileiterverschluss behoben wurde, müssen zu einem späteren Zeitpunkt dennoch auf IVF zurückgreifen. |
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