Intrauterine Insemination (IUI)Bei intrauteriner Insemination werden ausgewählte Samenzellen direkt in die Gebärmutterhöhle eingebracht (intrauterin). Im Fall von IUI werden nur die Samenzellen in die Gebärmutter eingebracht. Aus diesem Grund wird das Sperma des Mannes im Labor aufbereitet, um die Samenzellen von der Flüssigkeit zu trennen. Durch diese Aufbereitung bleiben zwar nicht alle Samenzellen erhalten, hierdurch werden jedoch die besten Samenzellen verwendet und so gut wie möglich konzentriert. Intrauterine Insemination (IUI) wird in vielen Situationen angewendet. Paare können für diese Methode in Betracht kommen, wenn eine verminderte Samenqualität vorliegt oder im Sperma eine zu geringe Anzahl an Samenzellen vorhanden ist, sowie bei Zervixschleiminsuffizienz oder bei Vorliegen von Antikörpern gegen Spermien. Darüber hinaus kann IUI bei Paaren angewendet werden, die sich schon sehr lange ein Kind wünschen, bei denen jedoch keine Erklärung für die verminderte Fruchtbarkeit gefunden werden konnte. IUI kann mit oder ohne ovulationsinduzierende Medikamente durchgeführt werden. Dies hängt von dem Grund ab, aus dem IUI durchgeführt werden muss. In einem natürlichen Zyklus ist IUI das einfachste Verfahren und für die Frau auch nicht so belastend. Studien haben ergeben, dass im Fall einer Zervixschleiminsuffizienz und einer mangelhaften Samenqualität das IUI-Verfahren schon ausreichend ist, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen. In den anderen Fällen wird IUI in den meisten Fällen mit milder Hyperstimulation der Frau kombiniert, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen. Diese so genannte milde Hyperstimulation im Rahmen von IUI zielt in den meisten Fällen auf die Gewinnung von zwei bis drei Eibläschen ab. Aufgrund der Anwendung dieser Medikamente müssen bei den betreffenden Frauen in der Klinik regelmäßig Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden. Fast immer wird jedoch von einer Injektion mit HCG Gebrauch gemacht, um den Eisprung zu stimulieren. Da die Insemination – im Gegensatz zum Geschlechtsverkehr – in vielen Fällen nur ein Mal pro Monat durchgeführt werden kann und die Eizelle nur eine begrenzte Lebensdauer hat, ist es für den Erfolg dieser Behandlung von entscheidender Bedeutung, dass die Insemination zum fruchtbarsten Zeitpunkt stattfindet. Der Eisprung erfolgt ungefähr 40 Stunden nach der HCG-Injektion. Ihr Arzt wird Ihnen erläutern, zu welchem Zeitpunkt Sie diese Injektion verabreichen dürfen und wann die Insemination dann stattfinden wird. Ebenso wird Ihr Arzt Ihnen mitteilen, ob Sie hiernach auch Geschlechtsverkehr haben dürfen. Zeitpunkt der Ovulation Durchführung ![]() ErgebnisseDie Wahrscheinlichkeit eines Erfolgs hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem vom Lebensalter der Frau und der Ursache des Fruchtbarkeitsproblems. Durchschnittlich liegt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft bei 10% pro Zyklus. Die meisten Schwangerschaften treten innerhalb der ersten drei Behandlungen ein. Oftmals werden aber auch drei bis sechs Behandlungen durchgeführt/benötigt. Nach sechs Behandlungen sind ungefähr 25-35% der Frauen schwanger. Wenn sich die Behandlung nicht als erfolgreich erweist, kann Ihr Arzt entscheiden, IUI mit anderen Medikamenten zu kombinieren oder auf andere Behandlungen (assistierte Reproduktionstechniken) überzugehen. In manchen Fällen wird auch gemeinsam beschlossen, die Behandlung hiernach zu beenden. |
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