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ärztlicher Behandlung

Geeignete Patienten

In Deutschland ist im Sozialgesetzbuch V, den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses und den Richtlinien der Bundesärztekammer festgelegt, welche Paare für IVF in Betracht kommen:

  • Tubenpathologie
    Wenn beide Eileiter vollständig blockiert sind, ist IVF direkt vorgesehen. Im Fall einer verminderten Funktion der Eileiter kommt IVF erst nach erfolgloser Durchführung anderer Verfahren in Betracht.
  • Endometriose
    Abhängig vom Schweregrad ist zunächst eine medikamentöse oder operative Behandlung vorgesehen. Wenn es nach der Behandlung noch zu keiner Schwangerschaft gekommen ist, kommt IVF in Betracht.
  • Männliche Subfertilität
    Im Fall einer sehr schweren Subfertilität kommt sofort ICSI in Betracht. Im Fall von weniger schweren Formen IVF eventuell nach einigen IUI-Zyklen.
  • Hormonelle Störungen
    Erst nachdem andere Behandlungen nicht zu einer Schwangerschaft geführt haben.
  • Ungeklärte Subfertilität
    Nach mindestens drei Jahren ungewollter Kinderlosigkeit und nach einigen IUI-Behandlungen. Wenn das Lebensalter der Frau 36 Jahre oder mehr beträgt, kommt IVF bereits früher in Betracht.
  • Zervixschleiminsuffizienz
    Nachdem Behandlungen mit IUI nicht zu einer Schwangerschaft geführt haben.

Der Hauptgrund, damit ein Paar gegebenenfalls früher für IVF in Betracht kommt, ist das Lebensalter der Frau, da nicht unnötig kostbare Zeit verloren gehen soll. Wie allgemein bekannt ist, nimmt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft nach dem 35. Lebensjahr schnell ab, und hiermit auch die Erfolgsaussichten nach IVF.

Ihr behandelnder Arzt wird beurteilen, wann IVF für Sie eine Option ist. Eine strenge Auswahl ist gerechtfertigt, da IVF eine einschneidende und intensive Behandlung mit allen damit verbundenen Risiken ist.

Wann ist IVF nicht sinnvoll?

Die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen IVF-Behandlung wird mit zunehmendem Lebensalter verringert. Mit zunehmendem Lebensalter der Frau ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Eierstöcke nicht mehr ausreichend auf die Stimulation reagieren. Dies kann aus bestimmten Ergebnissen einer Blutuntersuchung, unter anderem dem FSH-Gehalt, ersehen werden. Darüber hinaus nimmt mit zunehmendem Lebensalter die Qualität der Eizellen ab und das Risiko einer Fehlgeburt nimmt zu. Aus diesem Grund kommen Frauen mit einem Lebensalter von mehr als 40 Jahren in den meisten Fällen nicht mehr für eine IVF-Behandlung in Betracht. Schweres Übergewicht hat nicht nur Einfluss auf die Fruchtbarkeit, sondern auch auf den allgemeinen Gesundheitszustand und folglich auch auf eine mögliche Schwangerschaft. Des Weiteren ist es bei einer IVF-Behandlung erforderlich, dass die Eierstöcke bei der Punktion erreichbar sind. Bei stark übergewichtigen Frauen ist dies bisweilen kaum möglich. In manchen Fällen ist aus diesem Grund gegebenenfalls eine Gewichtsabnahme vor der Behandlung notwendig. Ferner sind bestimmte Voraussetzungen bezüglich der Samenqualität zu erfüllen, obgleich diese durch die Einführung der ICSI-Methode deutlich zurückgegangen sind. Zu guter Letzt muss die Frau in der Lage sein, eine Schwangerschaft austragen zu können. Die betreffende IVF-Klinik wird Ihre Situation sorgfältig überprüfen und dann beurteilen, ob Sie für IVF in Betracht kommen.

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