GnRH-Antagonisten
Genau wie die GnRH-Agonisten können mittlerweile auch
GnRH-Antagonisten angewendet werden, um im Rahmen von
Fruchtbarkeitsbehandlungen (wie beispielsweise IVF) einen
vorzeitigen Eisprung zu verhindern.
GnRH-Agonisten haben genau dieselbe Wirkung wie das natürliche
GnRH und GnRH-Antagonisten haben eine hierzu genau gegenteilige
Wirkung.
Wirkmechanismus
GnRH-Antagonisten zeigen eine schnellere Wirkung als
GnRH-Agonisten, da sie direkt (auf der Ebene der Hypophyse) LH und
FSH blockieren. Dieses Medikament muss aus diesem Grund erst kurz
vor einem erwarteten Eisprung angewendet werden. GnRH-Antagonisten
müssen hierdurch auch über einen wesentlich kürzeren Zeitraum
angewendet werden als GnRH-Agonisten. Die erforderliche Dosierung
ist ebenfalls niedriger als für GnRH-Agonisten.
Zudem treten die wechseljahresähnlichen Beschwerden wie bei den
GnRH-Agonisten nicht auf.
Anfang
Art der Anwendung
GnRH-Antagonisten müssen genau wie die meisten GnRH-Agonisten auch
unter der Haut (subkutan) über einen bestimmten Zeitraum im Zyklus
verabreicht werden. In den meisten Fällen wird hiermit erst an Tag
5 bis Tag 7 des FSH-Zyklus begonnen.
Anfang
Nebenwirkungen
- Ausschlag an der Injektionsstelle
- Kopfschmerzen und Übelkeit (> 1 %)
- Schwindel, Müdigkeit und Niedergeschlagenheit (< 1
%)
Anfang