Progesteronkapseln
Progesteronkapseln können bei bestimmten Zyklusstörungen
verordnet werden, bei denen ein Mangel an dem körpereigenen Hormon
Progesteron in der zweiten Hälfte des Zyklus eine Rolle spielt.
Progesteron wird jedoch in vielen Fällen als Bestandteil einer
IVF-Behandlung angewendet. Der folgende Abschnitt beschränkt sich
auf eine Besprechung der Informationen zur Anwendung von
Progesteron im Rahmen von Fruchtbarkeitsbehandlungen.
Wirkmechanismus
Da die körpereigene Hormonproduktion der Frau in den meisten Fällen
während eines IVF-Zyklus stillgelegt wird (mithilfe von
GnRH-Agonisten oder GnRH-Antagonisten), findet eine körpereigene
Produktion von Progesteron in der zweiten Hälfte des IVF-Zyklus
(nach der Punktion) auch nicht mehr statt. Progesteron ist jedoch
notwendig, um die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung einer
befruchteten Eizelle (Embryo) vorzubereiten. Aus diesem Grund muss
dieser Mangel behoben werden; dies geschieht in den meisten Fällen
durch Verabreichung von Progesteronkapseln oder auch von
HCG-Injektionen nach der Punktion. Im Fall von Zyklusstörungen, bei
denen sich herausgestellt hat, dass der Körper selbst in der
zweiten Hälfte des Zyklus unzureichende Mengen an Progesteron
produziert, kann ebenfalls Progesteron angewendet werden.
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Art der Anwendung
Progesteronkapseln sind für die orale Einnahme bestimmt. Um die
Wahrscheinlichkeit möglicher Nebenwirkungen zu verringern, wird in
der Praxis häufig dazu geraten, diese vaginal einzuführen. Eine
gängige Dosierung ist die Einnahme von zwei Tabletten zwei Mal am
Tag, mit Beginn am Tag der Punktion und für einen Zeitraum von
mindestens fünf Tagen.
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Nebenwirkungen
Bei vaginaler Anwendung führen diese Kapseln zu einem vaginalen
Ausfluss sowie dazu, dass im Anschluss daran in manchen Fällen die
Menstruation für einige Tage möglicherweise ausbleibt.
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