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ärztlicher Behandlung

Operative Behandlung von PCOS

Wenn die Anwendung von Clomifen bei Frauen mit einem Syndrom der polyzystischen Ovarien (PCO-S) nicht zu einem erfolgreichen Eisprung führt, kann als Alternative zu den Injektionen mit Gonadotropinen auch eine operative Behandlung von PCOS in Erwägung gezogen werden.

Dieses operative Verfahren wurde ausgehend von einer einfachen Voraussetzung entwickelt: Wenn die Eierstöcke eine zu hohe Menge des Hormons Androgen produzieren, dann wird nach Entfernen eines Teils des Eierstockgewebes eine geringere Menge dieses Hormons produziert werden.

Aus diesem Grund wird bei der operativen Behandlung von PCOS in manchen Fällen ein Teil des Eierstockgewebes entfernt; dieses Verfahren wird als Keilresektion der Ovarien bezeichnet. Obgleich dieser Eingriff in manchen Fällen den Eisprung wieder erfolgreich herbeiführte, wird die Keilresektion mittlerweile nicht mehr so häufig durchgeführt. Bei vielen Frauen verbleibt nämlich nach diesem Eingriff nur noch wenig Eierstockgewebe, wodurch sie dann nicht mehr auf die Behandlung mit Gonadotropinen (ovulationsinduzierende Injektionen) ansprechen.

Anstelle einer Keilresektion der Ovarien (Eierstöcke) wird mittlerweile zunehmend eine laparoskopische Elektrokoagulation der Ovarien (LEO) durchgeführt. Bei dieser Operation werden kleine oberflächliche Löcher in die Eierstöcke gebrannt, wodurch sich die hormonelle Aktivität in den Eierstöcken verändert. Vor allem in den ersten Monaten nach dieser Operation ist die Wahrscheinlichkeit eines Eisprungs und somit eines regelmäßigen Zyklus gegeben. Die Vor- und Nachteile dieser Methode sind noch nicht hinreichend erforscht, weshalb LEO nicht in allen Zentren angeboten wird. Diese Methode kann als Alternative zu den Injektionen mit Gonadotropinen eingesetzt werden, wenn eine Behandlung mit Clomifen nicht zu einem erfolgreichen Eisprung führt.

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Wirkmechanismus

Dieses Verfahren kann mithilfe einer Laparoskopie durchgeführt werden. Bei dieser Operation werden mithilfe einer (Kauterisations)Nadel kleine oberflächliche Löcher in die äußere Schicht bzw. Kapsel der Eierstöcke gebrannt. In manchen Fällen wird auch ein Laser verwendet, um kleine Löcher zu brennen. Beide Methoden scheinen dieselbe Wirkung zu haben wie die früher durchgeführte Keilresektion der Ovarien, wobei bei diesen Verfahren jedoch wesentlich mehr Eierstockgewebe erhalten bleibt. Das Brennen von kleinen Löchern in die Kapsel scheint ausreichend zu sein, um eine Wirkung zu erzielen.

Ein postoperativer Anstieg der Spiegel von follikelstimulierendem Hormon (FSH) und das Erscheinen eines dominanten Follikels signalisieren, dass die Operation ein Erfolg war.

Bei manchen Frauen wird die Ovulation dauerhaft wiederhergestellt, bei anderen Frauen wird eine vorübergehende Ovulation erreicht, wonach sich der Zustand einer Anovulation wieder einstellt. Manche Frauen sprechen überhaupt nicht auf die Behandlung an.

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Risiken

  • Im Fall der Keilresektion der Ovarien besteht die Möglichkeit einer postoperativen Bildung von Verwachsungen (Adhäsionen) – eine Art Narbengewebe, das sich auf den Eierstöcken entwickeln kann. Diese Adhäsionen können zusätzliche Fruchtbarkeitsprobleme verursachen.
  • Wie bei jeder Operation besteht ein Risiko auf Komplikationen (aus diesem Grund wird stets zuerst eine medikamentöse Behandlung in Betracht gezogen).

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Ergebnisse

Die LEO-Methode wird noch nicht in großem Umfang angewendet, da dieser Eingriff einen invasiven Charakter hat und da noch wenig über die langfristigen Auswirkungen dieses Eingriffs bekannt ist. Die Erfolgsrate für das Erreichen einer Ovulation scheint jedoch mit der Erfolgsrate einer Behandlung mit Gonadotropinen vergleichbar zu sein.

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